Die Entstehung der FF Kaltenberg

Die Gründung der Filialfeuerwehr Kaltenberg wurde in der Ausschusssitzung der FF Unterweißenbach vom 16. Oktober 1892 beschlossen. Als Führer wurde der Lehrer an der Schule in Kaltenberg Sanislaus Rauscher, und als dessen Stellvertreter der Schuhmacher in Kaltenberg Johann Haslinger gewählt.

Die FF Kaltenberg wurde nach und nach mit Kleidung, Feuereimern und anderen Requisiten von der FF Unterweißenbach ausgerüstet.

1893 wurde das erste Feuerwehrdepot in Kaltenberg gebaut und im Juli 1893 wurde in einer feierlichen Zeremonie, die in Böhmen bei Firma Reginald Czermak bestellte Spritze, durch den Hauptmann der FF Unterweißenbach Leopold Kern, an die FF Kaltenberg übergeben. Während dieser Feier wurde auch die vollständige Konstituierung des Löschzuges gewählt.

Löschzugführer:Stanislaus Rauscher
Stellvertreter: Johann Haslinger
Löschmeister der Steigmannschaft: Johann Kaltenberger
Stellvertreter: Karl Kern
Löschmeister der Spritzenmannschaft und Zeugwart: Johann Pilz
Stellvertreter: Anton Niedermayer
Löschmeister der Schutzmannschaft: Anton Rockenschaub
Stellvertreter: Alois Pudschiedl

1894 wurde eine Telefonverbindung zwischen der Feuerwehr Unterweißenbach und Kaltenberg hergestellt.

Am 4. April 1907 wurde Franz Vater zum neuen Löschzugkommandant gewählt. An diesem Tag wurde auch die Umwandlung der Filialfeuerwehr zur selbstständigen Wehr beschlossen.

1909 wurde der erste Vereinsball der Feuerwehr Kaltenberg abgehalten, der sehr gut besucht war.

1918 wurde so einiges beschlossen:
- Die Abhaltung von Sanitätskursen durch Wanderlehrer,
- die Anschaffung eines Autos - dadurch würde der Rettungswagen überflüssig und als Leichenwagen verwendet werden können.
-die Russen sollen zu Übungen und größeren Bränden beigezogen werden
-zur Ausfahrt zu einem Brand wurde das Pferd des Hr. Hackl bestimmt, welches aus diesem Grund von der Einrückung in den Militärdienst enthoben wurde.

1919 kam es durch einen Blitzschlag zum Großbrand in der Ortschaft Pieberbach. Dieser Einsatz wurde durch die Feuerwehren aus Unterweißenbach, Weitersfelden, Langfirling, St. Leonhard und Hackstock mit Spritzen unterstützt.

1921 wurde durch Blitzschlag der Pfarrhof in Kaltenberg in Brand gesetzt. "Den übermenschlichen heroischen zielbewussten Anstrengungen der Feuerwehr ist es gelungen, die genannten Gebäude (Schule und Pfarrkirche) zu retten und dadurch ein namensloses Unglück für Pfarrgemeinde und Gemeinden zu verhüten." Zitat Hans Rockenschaub - Schriftführer.

In den Jahren 1925 bis 1950 wird in der Chronik kaum etwas erwähnt.
Bei der Vollversammlung am 23. Dezember 1928 wurde angeregt, jedes Jahr zu Ehren des hl. Florian ein Segenamt aus der Kammeradschaftskasse zu zahlen, und dabei einen Kirchgang mit Musik abzuhalten.
Am 4. Mai 1929 wurde der erste Kirchengang abgehalten und jedes Mitglied bekam eine halbe Bier aus den Mitteln der Kammeradschaftskasse verabreicht.
Auch wurde der Baubeginn eines neuen Feuerwehrhauses mit Ende Mai 1929 festgelegt. Spenden und Material wurde gesammelt. Leider kam es aus nicht genau definierten Umständen nicht zu dem Bau. Materialien wurden wieder verkauft und die Feuerwehr musste ihre Geräte in das alte schon morsche Zeughaus einstellen. Erst 1945 wurde dieser Plan durch den damaligen Wehrführer Röblreiter wieder aufgegriffen und schon 1947 war dieser Bau trotz Materialknappheit, Geldschwierigkeiten und dgl. vollendet. Die Finanzierung hatte die Gemeinde übernommen. Die Kosten betrugen 7411,06 Schilling, wobei die Feuerwehr 622,30 Schilling beisteuerte.
Die Einweihung fand am 19. September 1947 statt, und in einer feierlichen Zeremonie wurde der Schlüssel des neuen Zeughauses von Bürgermeister Rockenschaub an den Bezirksfeuerwehrkommandanten Aigner aus Freistadt und von diesen an den Wehrführer Anton Röblreiter übergeben.

1933: Anschaffung der ersten Motorspritze bei der Firma Rosenberger. Die Feuertaufe hatte diese Spritze bei dem Großbrand in Unterweißenbach am 3. September 1935.

1933 entschieden einige Mitglieder der Feuerwehr Kaltenberg einen eigenen Feuerwehrverein mit anderen Kammeraden für den Bereich Tischberg und Silberberg zu gründen.

Am 25. September 1938 wurde die freiwillige Feuerwehr Kaltenberg ein Mitglied der FF Unterweißenbach und war ab diesem Zeitpunkt ein Löschzug dieser. Mit der Annexion Österreich durch das Deutsche Reich am 13. März wurden reichsrechtliche Vorschriften eingeführt. Feuerwehr und Rettung wurden dem Bürgermeister unterstellt. Die damalige Zeit war auf Führergrundsätzen aufgebaut und es herrschte militärische Disziplin. (z.B. wurde der Feuerwehrkommandant nicht mehr gewählt sondern vom Bürgermeister ernannt und die Kammeradschaftskassen wurden verboten)

Die FF Kaltenberg löste sich 1945 wieder aus dem Verband der Feuerwehr Unterweißenbach und erlangte durch eine andere Gesetzgebung wieder den Charakter einer Körperschaft öffentlichen Rechts. Der damalige kommissarische Löschzugsführer Anton Röblreiter wurde durch die Vollversammlung am 25. März 1945 zum Wehrführer gewählt.

1949 wurde die erste Sirene zur Alamierung von Fa. Rosenbauer bestellt. Sie wurde in Kaltenberg 16 montiert und an das Stromnetz angeschlossen. Die wöchentliche Probealarmzeit wurde auf jeden Samstag 13 Uhr festgesetzt.

Das Eindringen von Feuchtigkeit war der Grund, warum 1960 abermals mit dem Neubau eines Zeughauses in
sonnigerer Lage begonnen wurde. Unter dem damaligen langjährigen Kommandanten Martin Wurz (1950-1973) wurde diesmal auf einem Grundstück in südlicher Lage mit dem Bau begonnen. Der damalige Grundbesitzer und Bürgermeister Ökonomierat Johann Rockenschaub, stellte dazu das Grundstück der Feuerwehr zur Verfügung.

Die Fertigstellung verzögerte sich aufgrund finanzieller Engpässe bis ins Jahr 1968. Die feierliche Einweihung des Zeughauses, des Kleinlöschfahrzeuges (Ford FK 1000) und der Motorspritze (RVW 75) fand am 30. Juni 1968 statt.

In den Jahren 1974-1977 wurde ein TLF-3000 vom heutigen Gerätewart Herbert Hölzl aufgebaut.
Nach 40-jährigem Bestehen entsprach jedoch das Zeughaus wiederum nicht mehr den Anforderungen
der heutigen Zeit.

1997 wurde dieses Zeughaus abgerissen und an seine Stelle wurde ein neues Zeughaus gebaut das den technischen Anforderungen entsprach. Den letzten Schliff am Feuerwehrhaus in Kaltenberg führte der damalige Bürgermeister Herbert Wurz selbst durch. Er schnitzte den hl. Florian in stattlicher Größe und plazierte ihn direkt über dem Eingang des Feuerwehrhauses.

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